Das Myon – der Sherlock Holmes der Elementarteilchen
Myonen sind winzige Elementarteilchen, die alles durchdringen. Dabei sammeln sie Informationen – wie Detektive. Erfahren Sie, wie Forschende diese Informationen nutzen um alles Mögliche zu untersuchen: Von archäologischen Funden über Grundgesetze der Physik bis zum Schnee in den Alpen.
Myonen sind Detektive der Natur: Sie durchdringen Dinge, ohne sie zu beschädigen. Auf ihrem Weg sammeln sie Informationen über ihre Umgebung.
Wer sind diese geheimnisvollen Teilchen?
- Myonen ähneln Elektronen – also den Teilchen, die elektrischen Strom möglich machen – zum Beispiel in Handys, Autos und Zügen. Myonen sind aber rund 200-mal schwerer.
- Myonen leben nur extrem kurz. Nach zwei Mikrosekunden zerfallen sie in Elektronen und Neutrinos.
- Myonen haben Spin – einen winzigen Kompass, mit dem sie magnetische Eigenschaften von Materialien ausmessen.
Myonen sind wahre Alleskönner. Physikerinnen und Physiker nutzen sie, um Dinge zu untersuchen, ohne sie zu beschädigen. Zum Beispiel neue Materialien für Batterien und Solarpanels, Schnee in den Alpen, die Menschheitsgeschichte – sichtbar in archäologischen Objekten – und die grundlegenden Gesetze der Natur.
Im Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) Muoniverse erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 14 Institutionen in der Schweiz, was Myonen alles sichtbar machen können. Dieser NFS wird gemeinsam vom Paul Scherrer Institut (PSI), der Heimat einer einzigartigen Myonquelle, und der Universität Zürich getragen.
Am Muoniverse-Stand kannst du Myonen beobachten, die ständig aus der Atmosphäre auf die Erde treffen und die Objekte entdecken, die wir mit Myonen untersuchen. Und natürlich sind wir da für alle Fragen über Myonen und ihre Anwendungen.
Der NFS Muoniverse wird vom Schweizerischen Nationalfonds finanziert.
Weitere Veranstaltungen des UZH Physik-Instituts an der Scientifica:
Kurzvorlesung: Myonen – geheimnisvolle Detektivteilchen?
Samstag, 29. August 2026, 12.00
Workshop: Nebelkammer – Auf den Spuren von Elementarteilchen
Sonntag, 23. August 2026, 14.00; 15.30


